Normalwiderstände Für Strommessungen, Brückenmessungen, Kalibrierungen und vieles andere mehr, werden Normalwiderstände benötigt. Je nach Widerstandswert, Einsatzzweck und Genauigkeitsanforderungen, existieren verschiedenste Bauformen. Außerdem werden in Widerstands-Dekaden verschiedene Werte zusammengeschaltet.
Die hier vorgestellten Typen sind Präzisions-Normal-Widerstands-Meßbüchsen, im engl. Sprachgebrauch als "Standard Resistor" bezeichnet. Es gibt weltweit nur wenige Hersteller derartiger Geräte.
Ein sehr bekannter Name ist "Leeds & Northrup". Mit ihrer "Standard Resistors 4000 Series"  findet  man  sie  recht häufig  bei  Auktionen  und auch  bei Gebraucht-Geräte-Händlern (zu unterschiedlichsten Preisen!). Sie gehören mit zu den genauesten Teilen. Sie besitzen einen sehr kleinen TK und haben eine Grundgenauigkeit die in der Praxis um 1ppm liegt.
Weiterhin existieren auch sehr genaue Typen von Fluke (kaum bezahlbar) oder Cropico, in Deutschland Fa. Burster (Aufzählung nicht vollständig).

Die Bauteile werden bis zum Wert von ca. 100KOhm meist mit Widerstandsdraht gefertigt. Spezielle Legierungen (früher meist Konstantan) sichern einen sehr kleinen TK (i.d.R. < 10ppm/K).

100 Ohm Messwiderstand UdSSR
Ein Datenblatt von russ. Meßbüchsen  daten1k_100k.pdf  soll einen kleinen Überblick geben.

Die Meßbüchsen besitzen eine extrem gute Langzeitkonstanz und haben definierte Anschlußpunkte. Die besseren Büchsen haben (bis 100KOhm) fast immer einen 4-Leiter Anschluß. Genaue Messungen sollten in jedem Fall in dieser Anschlußart erfolgen. Es werden damit die Leitungswiderstände der Meßkabel eleminiert.


Eine schöne alte Meßbüchse (Siemens / sehr alt vor 1945 ???) ist hier zu sehen. Man konnte auch damals schon mit entsprechenden Meßbrücken, sehr genau den Wert bestimmen. Diese Büchse weicht z.B. bei dem Alter nur ca. 40ppm vom Nominalwert ab (zu berücksichtigen bei 23 grdC! - früher wurden die Büchsen bei 20 grd gemessen).